Das duale Ausbildungssystem für Geflüchtete verständlich erklären, ist das Ziel der Auftaktveranstaltung für das Projekt Chancenwerkstatt. Auf Initiative der Willkommenslotsin Birgit Wacker von der Handwerkskammer Lübeck/Elmshorn und des Willkommenslotsen Jan Kleinfeldt von dem Grone Bildungszentrum Pinneberg in Kooperation mit der Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Pinneberg Katharina Kegel und dem Diakonieverein Migration findet die Veranstaltung am 05.12.2017 im Pinneberger HAFEN (mit HAFEN werden von der Stadt Pinneberg gemietete Räume für Projekte, die sich an geflüchtete Menschen Deutschland wenden, bezeichnet) statt.

Wir stellen in unserer täglichen Arbeit leider fest, dass die Vorstellung und Wirklichkeit über den Wunschberuf der Geflüchteten häufig auseinander gehen und hier setzen wir mit unserer Veranstaltung an. Als Willkommenslotsen beraten wir Unternehmen bei allen Fragen der betrieblichen Integration von Geflüchteten und unterstützen sie aktiv beim Aufbau einer Willkommenskultur. Und wichtig für diese Beratung ist es, dass auch die Geflüchteten ihre Möglichkeiten mit einer Ausbildung erkennen. Zum jetzigen Zeitpunkt beginnt die eigentliche Vermittlungsarbeit, da die Geflüchteten jetzt erst eine Sprachkompetenz erreichen, mit der Integration in Ausbildung und Arbeit Sinn macht und eine gewisse Nachhaltigkeit erwartet werden kann.“ so Kleinfeldt und Wacker.

Die Veranstaltung beginnt um 17:00Uhr und richtet sich an Geflüchtete ab 18 Jahren mit mindestens B1 Sprachniveau und Interesse an Ausbildung und Beschäftigung in Deutschland. Die beiden Willkommenslotsen stellen anhand einer Präsentation das duale Bildungssystem in Deutschland vor und beantworten Fragen dazu. Im Anschluss und bei Interesse werden wichtige Daten über Interessen und Berufswünsche der Geflüchteten in Einzelgesprächen aufgenommen.

Weitere Termine:

Die Veranstaltung am 5.12. bildet nur den Auftakt des Programmes Chancenwerkstatt. Im zweiten Schritt des Projektes werden Workshops angeboten, in denen es um Bewerbungstraining, Berufswahl, soziale und Interkulturelle Kompetenz geht. Parallel dazu werden durch die Willkommenslotsen passende Unternehmen gesucht, die dann in weiteren Veranstaltungen die Möglichkeit haben, sich den möglichen Bewerbern und Bewerberinnen vorzustellen und diese kennenzulernen. Wenn möglich, sollen die Geflüchteten durch ein Praktikum einen tieferen Einblick in das Berufsbild bekommen.